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Verdauungsenzyme

Unter Enzymen (gr. En=innen; Zymo=in Gärung setzen) werden Proteinmoleküle verstanden, die biochemische Reaktionen auslösen und in der Lage sind fast alle Vorgänge im lebenden Organismus zu steuern und zu beschleunigen (katalysieren).

Um Enzyme erfolgreich in eine Therapie mit einzubeziehen ist zuerst eine Unterscheidung hinsichtlich des Wirkbereichs zwischen Verdauungsenzymen und der systemischen Enzymtherapie zu treffen.

Als Verdauungsenzyme werden endogene (körpereigene, von den Verdauungsorganen gebildete) Enzyme und exogene (dem Körper zugeführte oder in der Nahrung enthaltene) Enzyme bezeichnet, welche zusammen mit den Bakterien der Darmflora für die Aufspaltung der Nahrung verantwortlich sind und während dieses Vorgangs verbraucht werden. Verdauungsenzyme werden deshalb zu den Mahlzeiten eingenommen, um die Verdauungsleistung zu erhöhen.

Die systemisch wirkenden Enzyme werden dagegen in den Blutkreislauf absorbiert und wirken im Organismus (System). Sie werden vor allem immunologisch und bei Entzündungen eingesetzt. Um im Darm aufgenommen zu werden, müssen die Präparate zeitversetzt zu den Mahlzeiten eingenommen werden, damit die Enzyme nicht mit Bestandteilen aus der Nahrung reagieren. Ferner sollten sie magensaftresistent verkapselt sein.


Darstellung der Verdauungsenzymaktivitäten im Gastrointestinaltrakt

Mundhöhle: pH-Bereich 5,5 - 7,8
  • Im Mundspeichel enthaltene Amylase (Ptyalin) spaltet Stärke
  • Zungenlipase beginnt mit der Spaltung von Fetten

 

 

 

 

Duodenum: pH-Bereich 4,5 - 9,7
  • Amylase, Diastase, Sucrase, Maltase und Lactase spalten Stärke, Zucker und Kohlenhydrate
  • Trypsin, Chymotrypsin und Nuclease spalten Eiweiße
  • Lipase und Esterase wirken in einem pH-Bereich zwischen 6,7 und 9,7 und spalten Fette
 
Magen: pH-Bereich 1,0 - 6,0
  • Amylase des Ptylalins setzt die Spaltung von Stärke um bis zu ca. 20 % fort
  • Pepsin zerlegt Proteinmoleküle in einem pH-Bereich von 1,6 bis 2,4
  • Kathepsin zerlegt Proteine und entfaltet
  • die maximale Aktivität in einem
    pH-Bereich von 3,3 bis 4,0
  • Rennin trennt feste und flüssige Bestandteile von Milchprodukten;
    setzt Mineralien frei
  • Lipasen aus dem Magenfundus spalten in einem pH-Optimum von 4 bis 6 die Nahrungsfette um bis zu 30 %

 



Jejunum & Ileum: pH-Bereich 5,0 - 9,7
  • Amylolytische Enzyme wie Sucrase, Maltase und Lactase spalten Kohlenhydrate
  • Lipase spaltet Fette

Wie das Schema verdeutlicht, wird die Aufspaltung der Nahrung von einer Vielzahl von Enzymen bewerkstelligt, die jeweils nur bestimmte Nahrungsbestandteile zerlegen und nur in einem begrenzten pH-Bereich optimal aktiv sein können.

Bei Nahrungsmittelintoleranzen, die auf einem Mangel an körpereigenen Enzymen beruhen ist es daher wichtig die zu substituierenden Verdauungsenzyme auf die jeweilige Nahrung abzustimmen.

Beispielsweise genügt es im Falle einer Laktoseintoleranz das Enzym Laktase zu laktosehaltigen Nahrungsmitteln einzunehmen, wogegen es bei Malabsorptionen aufgrund einer nicht ausreichenden Sekretion von Enzymen der Bauch­spei­chel­drü­se sinnvoll ist, einen breiten Komplex an Verdauungsenzymen zu zuführen, um möglichst viele, unterschiedliche Nahrungsbestandteile in die Aufspaltung durch das Enzymprodukt mit einzubeziehen.


Darstellung einer enzymatischen Spaltung

Darstellung einer enzymatischen Spaltung
 

Durch Multi-Enzymkomplexe kann die Verdauungsleistung sowohl von Personen mit einer verminderten Verdauungsleistung, als auch von Personen mit einer vollfunktionsfähigen Verdauung verbessert werden, um eine höhere Absorption von Nährstoffen zu erreichen.

Hierbei bieten gewisse pflanzlich und mikrobiell gewonnene Enzyme den Vorteil, dass sie gegenüber den Magensäften stabil sind und daher auch während der Vorverdauungsphase (ca. 0,5 bis 5,0 h) im Magen aktiv sein können, so dass eine effektivere Aufspaltung der Nahrung erfolgen kann.

Die Fa. Intercell Pharma bietet u. a. deshalb ausschließlich nicht tierische Enzyme an. Dabei steht eine Auswahl von 15 verschiedenen Enzymen zur Verfügung mit denen spezifische Formulierungen entwickelt werden.

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