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Osteoporose

Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine verminderte Knochenmasse sowie eine gestörte Mikroarchitektur des Knochens charakterisiert ist. Die Folge dieser Veränderungen ist eine eingeschränkte Knochenqualität mit einem entsprechend erhöhten Risiko für Frakturen.

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Das vorrangige Ziel jeder therapeutischen Behandlung ist daher die Reduktion des erhöhten Knochenbruchrisikos. In der Praxis erfolgt dafür häufig eine Kombinationsbehandlung aus Bisphosphonaten sowie Calcium mit Vitamin D3.

Moderne Empfehlungen betrachten die Mikronährstofftherapie ganzheitlich und beinhalten darüber hinaus weitere zentrale Mikronährstoffe wie Magnesium und Vitamin K, damit es einerseits zu keinen unerwünschten Verschiebungen des Calcium-Magnesiumhaushaltes kommt und durch Vitamin K eine optimale Bindung des Calcium im Knochengewebe erfolgt.

Ferner haben aktuelle Forschungsbereichte dargelegt, dass insbesondere die Wahl der Calciumverbindung entscheidenden Einfluss auf den Therapieerfolg hat. Denn das überwiegend in der Nahrung und Präparaten enthaltene Calciumcarbonat führt bei Personen mit verminderten Magensäurespiegeln langfristig zu einem Mangel an Calcium. Die zu geringe Sekretion der Magensäure ermöglicht keine ausreichende Ionisierung von Calciumcarbonat, so dass dieses nur zu einem geringen Teil resorbiert werden kann und überwiegend unverdaut ausgeschieden wird. Dies bestätigt die Ergebnisse einer älteren Vergleichsstudie in der die Resorption von Calciumcarbonat bei Personen mit verminderter Magensäure um ca. 80% geringer war, als im Vergleich zu Personen mit normaler Magensäurebildung.

Erniedrigte Calciumspiegel führen über einen Anstieg des Parathormonspiegels zu einer verstärkten Osteoklastenaktivität und damit zu einer Freisetzung von Calcium aus den Knochen, so dass ein erhöhtes Frakurrisiko besteht.

Auswirkungen verminderter Magensäure auf den Knochenstoffwechsel

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Betroffen sind hiervon bis zu 30% der Personen über 60 Jahre, so dass diese Patienten Calcium in einer von der Säurekonzentration des Magens unabhängig löslichen Form einnehmen müssen, wie z.B. als Calciumcitrat oder Calciumgluconat.

Calciumcitrat liegt von Natur aus in einer löslichen, ionisierten Form vor und weist in Vergleichsstudien auch gegenüber Calciumgluconat die höchste Bioverfügbarkeit auf. In einer Studie mit Personen, die verminderte Magensäurespiegel aufweisen konnte unter der Gabe von Calciumcitrat beispielsweise eine Absorption von ca. 45% ermittelt werden, wogegen die Absorptionsrate bei Calciumcarbonat bei ca. 4% lag.

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