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Omega-3-Fettsäuren

Hintergrund

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren und stellen einen essentiellen d. h. lebensnotwendigen Nähr­stoff dar. Sie gehören mit über 15000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu den am meisten untersuchten Nähr­stoff­grup­pen der vergangenen Jahre.
Für die Erforschung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren und der aus ihnen im Körper gebildeten hormonähnlichen Substanzen (Eicosanoide) wurde 1982 der Nobelpreis für Medizin verliehen. Seit im Jahre 2000 eine der drei wichtigsten kardiologischen Fachgesellschaften, die American Heart Association, Omega-3-Fettsäuren für Personen empfohlen hat, die von einem Herzinfarkt oder Plötzlichen Herztod gefährdet sind, wurden diese u. a. auch von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in ihre Leitlinien bzw. Empfehlungen mit aufgenommen und stellen für verschiedene Indikationsbereiche eine wichtige oder begleitende Therapiemöglichkeit dar.
Außer in der Kardiologie sind deren Anwendungsmöglichkeiten bei entzündlichen Erkrankungen, in der Schwangerschaft sowie in der Neurologie besonders gut durch Studien dokumentiert.


Chemische Struktur von Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren unterscheiden sich von anderen Fetten durch die Länge der C-Kette und in der Anzahl der Doppelbindungen
Position der ersten Doppelbindung von Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren. Je nach Kettenlänge treten dann im Abstand von jeweils drei Kohlenstoffatomen weitere Doppelbindungen bei Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auf. Die Unterschiede in der Position und Anzahl der Doppelbindungen stellen zwar nur geringe chemische Abweichungen dar, jedoch sind gerade diese für die gegensätzlichen Wirkungen von Fett verantwortlich, da sie dessen Struktur, Flexibilität und Reaktionsfähigkeit im Körper festlegen.


Die Multifunktionalität der Omega-3-Fettsäuren erklärt sich einerseits mit deren Funktion als Ausgangssubstanz für die im gesamten Organismus aktiven Eicosanoide, welche z. B. den Fettstoffwechsel, die Beschaffenheit von Gefässen sowie entzündlichen Reaktionen im Körper beeinflussen. Andererseits sind Omega-3-Fettsäuren auch Bestandteil der Zellmembrane und regulieren dadurch den Zellstoffwechsel oder die Fließeigenschaften des Blutes.

Damit Omega-3-Fettsäuren diese Aufgaben erfüllen können ist deren ausreichende und konstante Zufuhr notwendig. Diese erfolgt aufgrund der heutigen Lebensgewohnheiten häufig in zu geringem Masse.


Tägliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren

Tägliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren
Im Vergleich: Die durchschnittliche und empfohlene Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren

Als Folge davon werden übermäßig andere Fettsäuren in die Zellen eingelagert und daraus Eicosanoide gebildet, welche sich nachteilig verhalten, da die verschiedenen Fettsäuren biochemisch zueinander in Konkurrenz stehen. Hierbei ist vor allem die sog. Arachidonsäure zu nennen. Diese ist eine mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, welche im Körper aus Pflanzenölen, wie dem Maiskeim- oder Sonnenblumenöl gebildet werden kann oder konzentriert in verschiedenen Nahrungsmitteln wie z. B. Fleischerzeugnissen enthalten ist. Insbesondere werden aus dieser Fettsäure stark entzündliche Eicosanoide gebildet, so dass es u. a. das therapeutische Ziel ist, durch den Einsatz von Omega-3-Fettsäuren eine Verringerung der entzündlichen Mediatoren herbeizuführen.


Darstellung der Wirkungen verschiedener Eicosanoide

Darstellung der Wirkungen verschiedener Eicosanoide
 
Zu der Gruppe Prostaglandine (PG) der Serie 2 gehören vor allem TXA2, PGA2, PGB2, PGD2, PGE2 und PGI2.
Insbesondere Thromboxan TXA2 wirkt gefässverengend und fördert die Blutplättchenaggregation.
Dagegen wirkt Prostaglandin PGI2 (Prostacyclin) gefässerweiternd und gerinnungshemmend und hilft durch seine Herstellung teilweise die Wirkungen des TXA2 zu reduzieren.
 
Zu der Gruppe Leukotriene (LT) der Serie 4 gehören vor allem LTB4, LTC4, LTD4 und LTE4.
Die Leukotriene werden in den weissen Blutzellen (Leukozyten, Monozyten) synthetisiert und an die Orte der Entzündung transportiert, oder dort selbst gebildet. Leukotriene sind ca. 1000 x aktiver als Histamin.
Insbesondere LTB4 wirkt stark ent­zün­dungs­för­dernd.
Zu der Gruppe Prostaglandine (PG) der Serie 3 gehören vor allem TXA3, PGA3, PGB3, PGD3, PGE3 und PGI3.
Vor allem Prostaglandin PGI3 wirkt zusammen mit Thromboxan TXA3 gefässerweiternd und gerinnungshemmend bzw. entzündungshemmend.
Zu der Gruppe Leukotriene (LT) der Serie 5 gehören vor allem LTB5, LTC5, LTD5 und LTE5.
Das Leukotrien LTB5 ist kompetitiv zu LTB4, das aus der Arachidonsäure entsteht und hemmt dessen Entstehung durch Blockierung des entscheidenden Enzyms Lipoxygenase. Durch die Bildung von LTB5 wird LTB4 ferner in den Zellen dezimiert und durch dessen 10 x schwächer entzündliche Wirkung ersetzt.
 

Prostaglandine beeinflussen je nach Ausgangssubstanz bereits in geringsten Konzentrationen den Blutdruck und wirken auf die Kontraktion der glatten Muskulatur ein. Sie beeinflussen ferner positiv oder negativ die Herzfrequenz, das Schmerzempfinden und die Uterusmuskulatur.

Qualitative Anforderungen

Da in Deutschland häufig ein Defizit an Omega-3-Fettsäuren besteht, ist das Angebot an Produkten entsprechend vielfältig und reicht von rein pflanzlichen Quellen wie dem Lein- oder Perillaöl über pflanzliche, marine Quellen wie dem Algenöl bis hin zu tierischen, marinen Quellen wie dem Fischöl.

Bei der Auswahl eines Produktes empfiehlt es sich folgende Leitpunkte zu beachten:

Herkunft

Als Quelle von Omega-3-Fettsäuren existieren Öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Da in klinischen Studien ausschließlich eine Wirksamkeit der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA & DHA nachgewiesen worden ist (z. B. bei kardiologischen, rheumatologischen o. neurologischen Erkrankungen), sind pflanzliche, nicht marine Öle (z. B. Leinöl) für eine Therapie nicht geeignet, da in ihnen nur die kurzkettige  α-Linolensäure enthalten ist.

Mittlerweile ist zweifelsfrei belegt, dass diese nur zu ca. 2-10 % in EPA umgewandelt wird und nicht in DHA, so dass davon unverhältnismäßig hohe Mengen zugeführt werden müssten. Optimal sind deshalb Öle aus Kaltwasser-Hochseefischen, da sie einen hohen Gehalt an EPA & DHA aufweisen und aufgrund ihrer natürlichen Herkunft keine Antibiotika oder Wachstumshormone beinhalten.

Konzentration

In erfolgreichen klinischen Studien werden überwiegend Dosierungen zwischen 1,0-3,0 g EPA & DHA/d eingesetzt, so dass deren Konzentration in einer Produkteinheit bewertet werden sollte, um die Einnahme auf wenige Kapseln zu beschränken und die Therapie möglichst kostengünstig zu gestalten. Entscheidend ist dabei der Gehalt an EPA & DHA pro Kapsel und nicht die Menge des Fischöles oder der Gesamtgehalt an Omega-3-Fettsäuren.

Reinheit & Stabilität

Ausgang jeder Produktion von marinen Omega-3-Präparaten ist der Bezug des rohen Fischöles. Hierbei sind Qualitäten unterschiedlicher Herkunft erhältlich. Beispielsweise sind Öle, die aus asiatischen oder afrikanischen Fanggebieten stammen vergleichsweise kostengünstig, aber auch mit einer Vielzahl von Schadstoffen belastet.

Kontaminanten in Fischölen führen über ihren Gehalt an Methylquecksilber und anderen toxischen Substanzen zu einem Spektrum von Nebenwirkungen, das Oxidationsprozesse im Körper, fischiges Aufstoßen und weitere umfasst. Aufgrund der erforderlichen langfristigen Einnahme sollte deshalb darauf geachtet werden, welche Angaben ein Hersteller zu der Reinheit und Qualität des Fischöles macht.

Das von der Fa. Intercell eingesetzte rohe Fischöl stammt demgegenüber aus Gebieten Nähe der Antarktis, das als eines der reinsten Gewässer weltweit gilt. Das Öl wird ausschließlich aus kleinen Kaltwasser-Hochseefischen (Anchovis und Sardinen) gewonnen und ist ein Beiprodukt einer Fischverwertung, die wegen ihrer Nachhaltigkeit sowie Umweltverträglich­keit zertifiziert ist.


Repräsentative, unabhängige Untersuchung des Fischöls der Intercell Pharma

Parameter: Einheit Analyseergebnis
Antimon mg/kg < 0,05
Arsen mg/kg < 0,05
Blei mg/kg < 0,05
Cadmium mg/kg < 0,05
Kupfer mg/kg < 0,05
Nickel mg/kg < 0,05
Quecksilber mg/kg < 0,01
Da jedoch auch in diesen Gewässern heutzutage geringe Kontaminanten enthalten sein können durchläuft das Fischöl anschließend einen besonders umfangreichen Reinigungsprozess. Neben der üblicherweise verwendeten Molekulardestillation erfolgt die Herstellung in Kombination mit einer sog. Kurzwegdestillation. Letztere ist eine thermische Trennmethode die besonders effektiv mögliche Verunreinigungen entfernt, so dass das Endprodukt nicht nur die gesetzlichen Grenzwerte einhält, sondern dass beispielsweise Schwermetalle unterhalb der Detektionsgrenze liegen und nicht mehr nachweisbar sind.

Die Produktion erfolgt zudem bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen und ohne Chemikalieneinsatz, so dass die Entstehung von oxidativen Nebenprodukten wie z. B. konjugierten Dienen verhindert wird.

Stabilität gegenüber Oxidation

Fischöl ist aufgrund des hohen Gehaltes an langkettigen, hochungesättigten Omega-3-Fettsäuren besonders anfällig gegenüber Oxidation (Ranzigkeit), die ebenfalls zur Bildung von unerwünschten Nebenprodukten sowie „fischigen“ Fehlaromen führt und damit die Qualität, Lagerfähigkeit und Wirkungen abschwächt. In der Regel wird deshalb Vitamin E als Antioxidans beigemischt. Neue Entwicklungen ermöglichen es jedoch mit carnosolsäurereichem Rosmarinextrakt eine deutlich verbesserte und konstante oxidative Stabiliät sowie Sensorik zu erreichen.
 

Rancimat-Test zum Nachweis der verbesserten Stabilität durch Rosmarinextrakt

Rancimat-Test zum Nachweis der verbesserten Stabilität durch Rosmarinextrakt
Rancimat-Test (Temperatur 80 °C/Luftdurchfluss 20 l/h)

Der Rancimat-Test (Temperatur 80 °C/Luftdurchfluss 20 l/h) als Standard-Prüfmethode zur beschleunigten Messung der Oxidationsstabilität von Fetten und Ölen zeigt, dass die zusätzliche Beimischung von Rosmarinextrakt zu einer ca. doppelt so hohen oxidativen Beständigkeit führt und dadurch zu einer voll­stän­di­gen Stabilisierung des Fischöles während der Lagerzeit führt.

 

 

 

 

 

Die hohe Qualität ist auch spürbar, denn der oftmals nach der Einnahme von Fischölkapseln auftretende unangenehme Fischgeschmack tritt infolge dieses hochwertigen Herstellungsverfahrens grds. nicht auf.

Überblick

Fischöle von der INTERCELL Pharma weisen insbesondere folgende Vorteile auf


Wichtige Kriterien zur Auswahl eines Omega-3-Fettsäurenpräparates

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